Als Kiefernharz noch was wert war…

Kiefernharz Ernten war früher ein eigener Berufszweig. Als Brennstoff und Rohstoff war das Harz heiß begehrt. Heute haben wir Chemiewerke, die die Stoffe des täglichen Bedarfs herstellen. Der kurze Film zeigt, wie ein Rest in Frankreich bestehen blieb und Kiefernharz fördern. Das Chemiewerk der Natur sozusagen 🙂

Dokumentation Jäger & Sammler: Cree-Hunters

Diese Dokumentation aus dem Jahr 1974 zeigt, wie 3 Jäger-und-Sammler Familien gemeinsam einen Winter leben und überleben. Gemeinsam mit Jugendlichen und Kindern leben die Familien in einer selbstgebauten Unterkunft einem Long-Term-Shelter.

Der Film gibt Einblicke was und wie die Älteren die Kinder und Jugendlichen unterrichten. Auch das Zusammenleben in Clans wird sehr fein dargestellt. Einblicke in eine Welt, die uns modernen Menschen leider verborgen bleibt.

Daher – Sehenswert!

Cree Hunters of Mistassini by Tony Ianzelo& by Boyce Richardson, National Film Board of Canada

Das Stengel-Journal?

Journale zu führen um Pflanzen, Tiere und andere Lebewesen kennen zu lernen ist ein integraler Bestandteil der Wildnispädagogik. Bleiben wir bei den Pflanzen – Durch das Zeichnen der gesamten Pflanze kannst Du Dir Details zur Bestimmung besser merken.
Schliesslich muss Dein Gehirn bestimmte Merkmale speichern und während des Zeichnens wieder abrufen. Wichtig dabei ist, dass Du beim Zeichnen aus dem Gedächnis arbeitest und nicht aus dem Bestimmungsbuch oder in der echten Pflanze abmalst.

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Vögel verstehen lernen – Beispiel Raben

Eine Kernroutine in der Wildnispädagogik umfasst das Wissen um Vögel. Besonders die Vogelsprache ist von Interesse. Wie vielfältig das Leben unserer gefiederten Freunde ist erkennt man vielleicht durch die enorme „Gehirnleistung“ von Raben und Krähen.
Doch ein Wort der Wahrung – Wenn Du Vogelsprache „lernen“ willst, dann fange nicht mit dieser Familie an. Ich würde mit der guten Amsel beginnen. Rabenvögel sind kein guter Einstieg – diese Vögel sind uns Menschen wohl zu ähnlich…

Zurück zum Thema – Rabenvögel sind Überlebenskünstler und sehr trickreich. Ihre Lernfähigkeit ist enorm und wurde in der modernen Wissenschaft mehrfach nachgewiesen.
Doch auch unsere Jäger-und-Sammler Vorfahren sollen mit Hilfe von Raben auf Jagd gewesen sein. Zumindest soll diese Jagdtechnik von Nord-Amerikanischen Indianern vor kurzer Zeit noch eingesetzt worden sein. Ich war nicht dabei und kann somit nur die Geschichte weitertragen.

Doch wer die Intelligenz von Rabenvögeln kennt, kann sich eine Kooperation zwischen Raben und Mensch gut vorstellen. Ein sehr interessantes Buch zu diesem Thema ist Josef Eichholf mit dem Titel „Rabenschwarze Intelligenz – Was wir von Krähen lernen können

Hier ein sehr feine Dokumentation über Rabenvögel und deren enormes Denkvermögen.

PS: Danke an Wikipedia für das schöne Foto der Krähe. Welche Krähenart ist das? Auflösung findest Du hier.

Herumstreifen

Zeit in der Natur schafft Augenblicke der Verbindung. In diesem Fall war es ein Spinnennetz, das mit Tau befeuchtet im Schein der Herbstsonne glänzt. Ein schöner Moment. Ich habe es zufällig beim Herumstreifen im Wald gesehen und gleich auf Lichtbild verewigt.

So ein Moment kann nicht geplant werden. Er entsteht durch unstrukturierte Zeit in der Natur und schafft eine Verbindung zur Wildnis. Das ist es, was Naturmentoren einsetzen und bewusst planen. Jon Young – der die Wildnispädagogik und das Naturmentoring nachhaltig geprägt hat – nennt dies in seinem Buch „Coyote-Guide“ das 50:50 Prinzip. 50% der Zeit einer Veranstaltung sind mit Programm verplant. Die restlichen 50% frei und unverplant. So beleibt Zeit zum Herumstreifen, Entdecken und Begreifen.

Das passt natürlich gar nicht in unsere von Effizienz getriebenen minutiös-terminplanenden modernen Welt. So mache Person bekommt die Krise wenn kein Plan und keine Struktur besteht. Da muss der Wildnispädagoge durchhalten und darf sich nicht beirren lassen.

Was hab ich nicht selbst durch Herumstreifen lernen dürfen. Ein Baum, der mir zuvor nicht aufgefallen ist, eine Feder, Pflanze oder eine Tierstimme. Das Herumstreifen regt die Sinne an. In Kombination mit Fragen ist die Kernroutine ein machtvolles Instrument.
Tom Brown Jr. nennt es „The Game“. Es geht darum immer Fragen zu stellen – Was ist es? Warum ist es hier? Was kann man damit machen?. Durch das Stellen von Fragen werden Verbindungen hergestellt, bestehendes Wissen mit neuen Entdeckungen verbunden und so ein neues Ergebnis – eine neue Wahrnehmung geschaffen.

Noch ein Wort zu den Fragen. Es geht nicht darum alle Fragen sofort beantworten zu können. Manche Fragen werden erst nach Tagen, Wochen bzw. Jahren eine Antwort finden. Und so manches wird nie beantwortet.

Umso öfter wir die Routine des Herumstreifens mit der Kraft der Frage einsetzen, desto besser wird die Verbindung und Bedeutung von Natur. Also plane mal ungeplante Zeit und schau was passiert.

Mehr zum Buch „Coyote-Guide – Einführung in die Wildnispädagogik“ von Jon Young gibt es hier.

Seltsamer Vogelruf? Vielleicht ein Schwarzspecht

Ein Grund warum sich Menschen im Wald wohl fühlen sind vielleicht die Vogelstimmen und der Gesang, der zumindest mein Herz berührt.

Doch es gibt auch manchmal seltsame Vogelrufe, die schrill und unangenehm sind.
Einer dieser Rufe hat mich früher beim Pilzesammeln im Nadelwald immer wieder begleitet. Einmal hat mich der Ruf dieses Vogel sogar richtig erschreckt.

Frühmorgens war ich alleine unterwegs um den anderen Pilzesammlern voraus zusein.
Schliesslich ist der Ertrag beim Schwammerlsuchen meiner Erfahrung nach auch eine Frage des frühen Aufstehens. So machte ich mich auf den Weg und ging eine Forststrasse den noch einsamen Wald entlang. In unmittelbarer Entfernung hört ich dann den schrillen Ruf eines Vogels. Das hat mich so aufgewühlt, dass ich umbedingt wissen wollte wer mich da so erschrocken hat. Jetzt kenne ich den Schwarzspecht schon ganz gut.

Gerade heute hatte ich beim Pilze suchen wieder das Vergnügen diesen großen schwarzen Vogel zu lauschen. Wenn Du den schrillen, sirenenartigen Vogelruf noch nicht kennst, dann höre mal in das Video rein.

Viel Spaß beim Zuhören,Rieni

Glutbrennen

Glutbrennen ist eine feine Tätigkeit am abendlichen Lagerfeuer. Das das Beste ist, dass das Brennen von Schüsseln und Löffel für Erwachsene, Jugendliche und Kinder gleichermaßen gut geeignet ist. Toll, oder?

Glutbrennen macht Spaß und einfach

Das Ganze ist relativ simpel. Zuerst muss klar sein welches Werkstück gemacht werden soll. Löffel, Schüssel oder einen Becher – Alles ist möglich und eine Frage der Geduld.

Wildnispaedagogik Glutbrennen

 

Welches Holz Du verwendest liegt an Dir. Ich mag eher weiche Hölzer wie Fichte, Pappel oder Weide. Manche meinen, dass harzige Bäume wie Kiefer oder Lärche nicht gut geeignet sind. Wenn Du beim Brennen eine Harzkammer erwischen solltest ist das Werkstück vielleicht nicht mehr zu gebrauchen.  Auch brennt das Ganze dann recht fein…

Nur giftige Hölzer sind wirklich nicht geeignet und müssen gemieden werden!
Welche giftigen Bäume kannst Du in unseren Breiten finden?

Die Essenz des Ganzen – Geduldig dran bleiben

Wie oft wollen wir mit der Kopf durch die Wand. Auch beim Brennen von Werkstücken kannst Du das oft beobachten 🙂

 

 

Wildnis wagen! Warum Natur glücklich macht

Im August 2014 wird das Buch von Ulrike Fokken mit dem Titel: „Wildnis wagen! Warum Natur glücklich macht“ erscheinen. Zwar kenne ich den konkreten Inhalt noch nicht, doch die ersten Informationen aus dem Klappentext klingen wie Musik in meinen Ohren.

Natur macht glücklich

Das sehe ich auch so. Sobald der Mensch wieder einen Zugang in die Natur findet setzt in der Regel ein Prozess ein der glücklich macht.